Waldgang

Deine Angst
sucht in Stücken Sicht zu finden
und löst den Strang um sich.
So ergreift,
was ertappt,
so entbirgt
deine Sucht
Stück für Stück
Gewicht.

Umnachtet,
von Donner zu
Donner
getrieben,
zieht der Wald sich weiter,
in vollster Wucht verkümmernd,
und
erspürt, was dich vergraute,
und
verschnürt, was dich verliess.

Ersichtlich verhüllt
im Eingesehenen,
und
absichtlich verhornt
im Unerhörten,
fühlst du
nicht,
wie deine Stimme
dich vermengt
und
verspricht.

Die Wege taumeln,
taumeln und taumeln
nicht,
schlagen auf,
auf Steinen,
die überfallen.

So schliessen dich
die Schritte
mit jeder Lücke,
so öffnest du
mit jedem Schritt
was dazwischen liegt.

Vergraben in Nischen,
die dich tragen,
eingenistet in Narben,
die dich fassen,
verschränkt
im festen Nebel,
der dich lässt,
wuchtet
deine Angst
weiter
und
in der Weite
der Wälder
entfällt
der Jagd
alles,
was aufbricht.

Laura Basso

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