Das Experiment als Aufgabe

Eine Kritik zu «Drei Geometrieaufgaben» von Cédric Weidmann. https://deliriummagazin.wordpress.com/2015/04/06/drei-geometrieaufgaben/

Natürlich weiss man nichts genaues

«Drei Geometrieaufgaben» steht als Titel über Cédric Weidmanns Text. Die Geisteswissenschaftlerinnen und Bildungsbürger unter uns, die Literaten und Künstlerinnen kriegen es mit der Angst zu tun. Die sonst so klare Struktur der Geometrie verwandelt sich im Kopf Unkundiger zu einem Chaos aus Vektoren und schon sind wir gleichermassen mitten in Weidmanns Text wie in der Zeitschrift delirium. Schliesslich spricht aus dem Namen der Zeitschrift doch der Wunsch, tief ins mentale Chaos einzudringen – bis zum Punkt des Orientierungsverlusts. Allerdings schwingt auch die heimliche Hoffnung mit, mit umso klarerem Kopf wieder aus dem delirium herauszukommen.

Tatsächlich trifft der Titel von Weidmanns Text in verschiedener Hinsicht zu. Nicht nur fasst er mittels des Oberbegriffs ‹Geometrie› die drei Texte Weidmanns zusammen, er verweist auch auf andere Dimensionen – die drei Dimensionen der Zeitschrift delirium. Und dies tut er sinnigerweise der Geometrie entsprechend in Form von drei Aufgaben. Denn auf eine Widmung folgt der Titel der ersten Aufgabe Helix und ein Zitat. Dass es sich bei Weidmanns drei Texten – oder ist es ein einziger Text? – in irgendeiner Form um Geometrie handelt, wäre aus den Untertiteln bereits abzulesen: Helix, Tesserakt, Symmetrie. Die Aufgabe allerdings lenkt den Blick entscheidend. Tatsächlich sind Weidmanns Texte Aufgaben – undauch dies in verschiedener Hinsicht. Als literarische Vorgabe sind sie dem Kritiker aufgegeben. Der Kritiker wiederum macht sie sich zur Aufgabe. Umgekehrt hat sich jedoch schon der Autor Weidmann recht explizit eine oder sogar mehrere Aufgaben gestellt. Die vorangestellten Motto-Zitate weisen deutlich darauf hin. Letztlich spricht aus Weidmanns Text aber vor allem die Aufgabe der Zeitschrift delirium selbst.

delirium ist ein Experiment – nirgends wurde das deutlicher als in den Teilnahmebedingungen, die von literarischen Autorinnen und Autoren neben ihren eigentlichen Texten zusätzlich Essays verlangten. Kaum ein Essay traf ein. Aus redaktioneller Sicht also ein glorios gescheitertes Experiment – ansonsten hochinteressant. Die Parameter müssen angepasst werden. Ein Experiment muss schliesslich irgendwie funktionieren. Wie es funktioniert und was dabei herauskommt: eine legitime Frage.

Ein Experiment zeichnet sich dadurch aus, dass es seine Rahmenbedingungen selbst erschafft – auch wenn die Parameter hin und wieder angepasst werden müssen, damit etwas passiert. Fast möchte ich sagen, dass im delirium paradoxerweise Literatur unter Laborbedingungen entsteht. Die Hypothese in Form einer Frage: Was ist Literatur gegenwärtig – vorderhand zumindest in Zürich? Natürlich schwingt da schon die Voraussetzung mit, dass es Literatur wie auch Gegenwart gibt. Aber im Experiment ist das – auf Weidmanns Text schielend – durchaus zulässig, mag es in der Welt auch ganz anders aussehen. Mit einem Augenzwinkern ist einzugestehen: Worüber wir diskutieren, daran arbeiten wir mit jeder Ausgabe weiter. So ist delirium immer gegenwärtige Literatur, in Form des Experiments notwendigerweise, und nicht nur eine Sammlung einzelner Hefte, sondern im besten Fall ein Gesamtkunstwerk.

Diesen Faden nimmt Weidmann auf, indem er sich durch die Motto-Zitate Laura Bassos Text Die Akte aus delirium N°01 gleichermassen zur Ausgangslage wie zur Aufgabe gemacht hat. So gilt es für die Kritik, dieser Verbindung nachzuspüren und zu untersuchen, was bei der gestellten Aufgabe herausgekommen ist. Sich an Aufgaben zu messen und an der Aufgabe zu wachsen, ist durchaus ehrenwert. Und seine Aufgabe geht Weidmann nicht zuletzt experimentell an. Da wird, was – als literarischer wie als (von Stéphane Boutin) kritisierter Text – psychologisch begonnen hat, streng formal wieder aufgenommen. Doch die drei Aufgaben der Reihe nach:

1. Helix

Das angesprochene Chaos im Kopf könnte Wirklichkeit sein – die von Weidmann beschriebene Strasse fordert dem Vorstellungsvermögen alles ab. Und wäre da nicht der wegweisende Titel, so bliebe die Strasse vollends unvorstellbar. Wie sie sich windet und schraubt, fast als wäre Bassos Protagonist, der sich verrenkt, durch Spalten zwängt und sich vor geraden Strassen fürchtet, diese weidmannsche Strasse selbst. Und wie verkorkst muss die Strasse sein, damit sich in ihr eine ganze Stadt zusammenfassen lässt: Diese Stadt, die eine Strasse ist. Nur, weil die Stadt zu unübersichtlich, geradezu unvorstellbar, und eigentlich eine einzige Strasse schon zu viel für das Vorstellungsvermögen ist. – «Aber», so wendet Weidmanns Text am Ende der Helix ein, indem er sich schon fast selbst den Boden unter den Füssen wegzieht, «das ist nicht sicher». Das alles ist nicht sicher.

Was ist dann sicher? Die Irritation ist sicher – und diese steht notwendigerweise auf schwankenden Brettern. Als poetisches Programm läuft sie Gefahr, unbegründet abzustürzen: Irritiert der Text, weil die Irritation gelungen ist, oder irritiert der Text, weil die Irritation nicht gelungen ist? Faktisch bleibt der Text irritierend. Vertrauen wir also dem Bühnenboden vorerst und lassen uns auf das sich anbahnende Schauspiel ein:

Der Text beginnt mit einem scharfen Kontrast: «Die Strasse windet sich in schroffen Verschlingungen zwischen den Häusern hindurch, die sie still und gelassen umfrieden.» Auf irritierende Weise – still und gelassen – säumen Häuser eine schroff gewundene Strasse. Mitnichten können diese Häuser die Strasse umfassen oder eben umfrieden, wäre die Strasse doch sonst eher ein Platz oder gar ein Hof. Und nur am Rande, wo die Leute «beackern» und «schmücken», ist diese Szene vergleichbar mit der tiefen Seelenruhe eines Friedhofs. Stattdessen rattert und knirscht es. Einzig die Beklemmung dieses Schauspiels, denn (Toten-?)Masken ziehen vorbei, ist dem Gefühl auf einem Totenacker ähnlich – wenn unvorstellbar bleibt, wohin und weshalb jemand gehen musste.

Und mit diesen beklemmenden Fragen tauchen Aktenköfferchen auf. Seltsam entrückt ziehen sie zusammen mit den Masken vorbei – aus irgendeinem Grund und irgendwohin. Alles ist physische Realität geworden. Die Akte, die vormals bei Basso nur in der Vorstellung existierte, ist da, auch wenn sie immer noch nicht eingesehen werden kann. Aber vielleicht sind auch nur die Köfferchen da, völlig inhaltslos. Das käme dann dem Protagonisten Bassos wieder nahe, der sich vermutlich mehr einbildet, als tatsächlich ist. Aber wie immer: «Natürlich weiss man nichts Genaues.»

Und teils scheren sich «die Anwohner» in Weidmanns Text auch nicht darum. Sie scheinen in ihrer Alltäglichkeit gut eingerichtet allenthalben «ein Mittagessen vorzubereiten». Essen muss der Mensch, während sich sein Leben schreibt und er vergeht. Die Akte wird erst zur Akte, wenn das Leben vollendet ist und jemand, wer auch immer das sein mag, das Sündenregister – oder eben die Akte – tatsächlich herunterliest. Daran lassen sich auch die gleichförmigen Aktenköfferchen erkennen: an den dazugehörigen Totenmasken aus leichenblassem Gips. Denn manchmal «leuchten

ihre grossen, weissen Augen und die gewölbten Lippen von unten auf». Am Ende drehen sich diese Masken gar, nachdem sie vorher noch die «Richtung» gewechselt haben, auf «einem Möbiusband». Seelenwanderung und Kreislauf des Lebens.
Das ist viel Mutmassung, um eine Vorstellung von Weidmanns Text zu kriegen. Es verhält sich ein wenig wie mit den Aktenköfferchen: Ist denn «gesagt, dass die Aktenköfferchen gefüllt sind»? – Natürlich ist das «nicht gesagt». Aber vielleicht braucht ein literarischer Text auch nichts gesagt zu haben – nichts gesagt zu haben im Sinne der strengen Wahrheit, die nur sagen kann, was es gibt. Dagegen Fiktionalität in aller Kürze: «Wie gesagt, es scheint so.» – Oder: Wie gesagt, so scheint es. Da wird gleichermassen «gesagt» und «nicht gesagt» und was «gesagt» wird, «scheint» – und Platon hätte sich im Grab umgedreht. Trotzdem oder gerade deshalb liegt die Vermutung nahe, dass auch der Text «nichts Genaues» weiss.

2. Tesserakt

Es ist keine Schande, «nichts Genaues» zu wissen. Die Unvorstellbarkeit nimmt zu – oder wie viele können tatsächlich von sich behaupten, die vierte Dimension einwandfrei zu meistern? Das allwissende Wikipedia sagt: «Der Tesserakt ist eine Verallgemeinerung des klassischen Würfels auf vier Dimensionen». Und genauso allwissend schien der Erzähler der Helix – jetzt ist er es nicht mehr. Aber wer kann auch mit leerem Magen denken? Das Mittagessen, in der Helix fand es nicht mehr statt, ist nun am «Nachmittag» längst vorbei. Da hilft auch alle «Gedankenkraft» nichts, derer sich der Protagonist zu bedienen versucht, um seiner – in der Tat faszinierenden – Strafe zu entgehen. Ob der Lehrer weiss, womit er seinen Schüler bestraft, und ob der Schüler weiss, in was für einem Universum er lebt, sei dahingestellt. Es könnten verschiedene Paralleluniversen sein, es könnte auf irgendeine eigenartige Weise mit den vier Dimensionen des Tesserakts zu tun haben oder alles könnte auch nur der Tagtraum eines hungrigen und müden Schülers sein. Aber so wichtig ist das vermutlich gar nicht. Wichtiger scheint diese ominöse Gedankenkraft.

Wer aussieht wie Golo (ist es Golo oder Golo‘?), besitzt sie offenkundig. Und mit dieser Gedankenkraft kehrt die Einflussangst aus Bassos Akte zurück, auf deren Note der Tesserakt endet: «Mist». Allerdings ist diese Einflussangst bei Weidmann weit weniger bedrohlich; eher eine Spielerei, etwa so wie Geometrieaufgaben im Schulunterricht: recht abstrakt, schwer vorstellbar, lösbar – vielleicht. Viel bedrohlicher ist einmal mehr die Vorstellung, dass die physische Realität nach dieser Einflussangst strukturiert sein könnte. Die Selbstbestimmung des Protagonisten jedenfalls ist an einem kleinen Ort – zumindest solange er das mit der Gedankenkraft nicht beherrscht. Denn vor der Gedankenkraft und ihren Einflüssen schützen den Schüler auch seine neunmalklugen Gedanken zu «Strafen» nicht, wenn es einmal so weit ist, dass ein irrwitziges Wort im Kopf widerhallt: «Kuchenverstand».
So beherrscht Weidmanns Schüler, aber er ist ja noch ein Schüler, weder das Reich der mentalen noch das Reich der physischen Realität – und schon gar nicht deren Überschneidung oder Verschmelzung. Zwar geht er, im Gegensatz zum Protagonisten Bassos, der sich kaum noch vor die Tür getraut, ganz normal durch die Tür weiter. Aber wo er damit landet? Die Türen, die verschlossen bleiben, und wie du stets durch Fenster weiterziehst. Es bleibt ihm also wenig anderes übrig, als – und darin gleicht er dem Protagonisten Bassos wieder – von einer seltsamen Lehrerin explizit aufgefordert einigermassen träumerisch zum Fenster hinaus zu blicken; von Parallelwelt zu Parallelwelt, denn sogar die Helix aus dem ersten Text windet sich da wieder vor dem Fenster. Langsam nimmt eine Ahnung Gestalt an. Ein Lichtblick. – Ein Gedankenblitz: Immerhin ist das auch ein geometrischer Vorgang. – Der Grund, weshalb die Unübersichtlichkeit ständig zunimmt, liegt in der gestellten Aufgabe selbst. Wer sich das wohl grösste geometrische Problem zur Aufgabe gemacht hat, – nämlich den «Weltraum» – wird kaum so schnell zu einem «Ende» kommen. Aber ob das mit der Zeit besser geht?

3. Symmetrie

Ein letzter Versuch, sich die Zähne (quartäre Gesteinsbrocken?) nicht auszubeissen! Schweisstreibend ist die Arbeit des Kritikers auch, so viel sei Dolores Zoe immerhin zugestanden. – Dass Weidmann vom Programm abweicht, – Helix und Tesserakt sind geometrische Figuren, die Symmetrie ist eher ein Verhältnis bzw. eine Eigenschaft – erklärt sich über das Essen. Allerdings findet auch dieses gerade nicht statt, selbst wenn genau die «rechte Zeit» wäre – Mittag muss aufgrund der Symmetrie wohl gefolgert werden. In der Helix war schliesslich Vormittag und im Tesserakt Nachmittag. Stattdessen müssen wir uns das Mittagessen, zu dem der Onkel seine beiden Neffen einlädt, vorstellen und bleiben wie Elena ein wenig «verloren» zurück. Die angedeutete Dreiecksbeziehung kam nicht zustande – irgendwie haben wir wohl die Pointe verpasst, konnten die Sache nicht auf den Punkt bringen – sind eben unpünktlich. Das muss besonders Schweizerinnen und Schweizer ärgern. Immerhin ist die Schweiz das einzige Land, wo sich Leute bei einer Zugverspätung von fünf Minuten und der resultierenden Wartezeit herzhaft aufregen können. Wir kennen das alte Lied vo dä Bahnhöf, wo dr Zug gäng scho abgfahren isch oder no nid isch cho… Da kommen Weidmanns «Minutentüren» recht gelegen.

Ansonsten hilft einmal mehr nichts – in diesem schrägen Theater. Ob die Absicht des Onkels darin bestand, auf etwas skurrile, aber gutmütige Weise seine Neffen, die eigenartigerweise auch nichts von einem gemeinsamen Onkel wussten, zu erziehen, oder ob er mit seinen Zeitspielereien schlicht ein alter Querulant ist, steht vorderhand einfach einmal im Raum. Aber ich komme nicht umhin, Weidmann für diesen Onkel zu halten, der sich aus Bassos Text bedient und sich entsprechend der Vorlage als Zeit selbst herausstellt: Wie die Zeit nicht vergisst, sondern verschiebt. Der Onkel, der da nach Gutdünken verdreht und verschiebt und in die Irre führt – und sich, wenn er denn selbst die Zeit ist, um sich selbst dreht. Damit ist die Sache noch vertrackter als beim Tesserakt und ich beginne, mir die Helix wieder herbeizuwünschen. Irritierend bleibt es also bis zum Schluss. Es ist kein besonders rücksichtsvoller Erzähler, der sich anpassungsfähig wie ein Chamäleon durch die verschiedensten Erzählformen und -perspektiven gewunden hat. Aber immerhin merkt man ihm den Schalk an, wie er da verschmitzt Aufgaben stellt, die einem vorkommen wie ein abstrakter Witz – die Pointe ist keine Pointe oder irgendwie so ging das, und dies würde wiederum den Onkel retten.

Hinterher schlauer? Umso besser

Vielleicht lohnt es sich, die Sache einmal wörtlich anzugehen. Dann lässt sich sagen, dass die psychische Geometrie in Bassos Akte in Weidmanns Aufgaben in eine physische Topografie verwandelt wurde. Die drei weidmannschen Texte sind also gleichermassen Aufgabe wie Lösung. Aber Himmel Herrgott noch mal, der Teufel soll mich holen – in einer solchen Welt will ich nicht leben, weder in der verkorksten Psyche des Protagonisten Bassos noch in Weidmanns surrealem Labyrinth. Ob Bassos Protagonist das auch in aller Klarheit und mit grösster Sicherheit hätte sagen können? Wohl kaum; insofern wird Weidmanns Text Bassos Vorlage durchaus gerecht, wenn er auch wesentlich spielerischer daherkommt. Und das macht ihn gleich wieder sympathisch.

Was aber weiss Weidmanns Text selbst, ausser einigen subtilen Beobachtungen («ob er das Wort oder den Strich betont») und skurrilen Einfällen («Minutentüren»), die gleichermassen aufblitzen wie die anfänglich erwähnten Feuerwerke und Blitze? Die grosse Frage scheint mir diejenige nach der Fiktionalität zu sein. Die Antwort darauf: Von aussen gesehen darf Literatur primär wohl einmal alles. Ob das von innen her gesehen, d.h. aus dem Text selbst heraus, auch funktioniert, ist eine andere Frage. Ob also drei Aufgaben einen Text ergeben? Die geschickte Übernahme von Motiven aus Bassos Erzählung macht noch keinen eigenständigen Text, obwohl das Kopieren und Kompilieren durchaus zur Ästhetik der Gegenwart gehört – zumindest in der Literatur. Das ist der feine Unterschied zwischen Helene Hegemann und Karl-Theodor von und zu Guttenberg, der feine Unterschied zwischen einem Bestseller und dem Akteneintrag ‹Plagiat›.
Hingegen ist Weidmanns Unterfangen keinesfalls mit dem hegemannschen Erfolgsroman zu vergleichen – nicht weil Hegemanns Roman besser wäre als Weidmanns Text (im Gegenteil), sondern weil es um etwas ganz anderes geht. Um nichts Geringeres als – und das reicht dann schon wieder nahe an das Problem mit dem Weltraum – einen literarischen Kommentar, eine künstlerische Erwiderung, eine Übersetzung vielleicht sogar. Damit ist die Aufgabe delirium mehr als erfüllt. Dann wären Weidmanns drei Aufgaben in ihrer ganzen Verspieltheit auch als Persiflage auf die Ernsthaftigkeit und die – durchaus männliche – intellektuelle Kraftmeierei von delirium N°01 zu verstehen – wie grandios die dort festgehaltenen Gedanken auch gewesen sein mögen. Denn natürlich weiss man nichts Genaues. Da hat sich wohl urplötzlich die Richtung geändert.
Einiges lässt sich also vermuten. Und wenn das Experiment nicht geglückt ist, so ist zumindest etwas passiert. Es ist nur zu hoffen, dass das Eintauchen ins delirium zum Auftauchen mit grösserer Klarheit geführt hat: Aber wer János ist, bleibt – nein, keine Aufgabe, sondern – ein Rätsel. Und wenn es nicht Weidmanns Katze ist, dann vielleicht ein Hamster im Rad oder doch János Bolyai, einer der Mitbegründer der nicht-euklidischen Geometrie? Das wäre dann schon fast wieder ein wenig vermessen.

Fabian Schwitter

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