Relirium 9/16

Im Relirium 5/16 haben wir uns für Spam stark gemacht. Zurecht. Helen Garner wäre der mit 150.000 Dollar dotierte Windham-Campbell-Preis durch die Lappen gegangen, wenn sie das Mail mit den „guten Nachrichten“ in ihrem Spamordner gelöscht hätte. Wir vermuten ja, unser Hausautor und Legende Gian Fermat würde von einer Preisverleihung zur nächsten eilen, wenn er nur endlich mal seine Spammails durchgehen würde. Aber nicht alle sind so klug wie die „australische Autorin“, wie Spiegel-Online sie trefflichst nennt.
Von Preisen überhäuft wird zurzeit auch Ruth Schweikert. Nebst dem Schweizer Literaturpreis erhält sie dieses Jahr auch den Solothurner Literaturpreis. Wir lernen, das Solothurn nicht zur Schweiz gehört, und das man sich für ein Buch übers älter werden genügend Zeit nehmen sollte.
Weitere Nachrichten der Woche: Die Süddeutsche hat herausgefunden, dass man auch mit Bildunterschriften bei Instagram Geschichten erzählen kann (wäre hätte das gedacht) und die Buchhändlerin Maria-Christina Piwowarsk regt sich über AutorInnen auf, die ihre Bücher in den sozialen Medien mit Amazon verlinken
Sonst war – auch auf unserem Blog – nicht viel los. Ist aber auch klar, wenn alle mit dem Donald Trump Satire-Chat rumspielen.

Ein Kommentar

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  1. Ruth Schweikert also, Ruth Schweikert… Neben ihrem politischen Engagement (Kunst und Politik, „Aufsätze“ und „Interventionen“) hat sie doch auch noch Zeit für Literatur – und diese Zeit ist, wie sich gezeigt hat, äusserst erfolgreich. Wie ihre – sicher in ihrem Selbstverständnis linke oder progressive – Politik jedoch mit ihrem letzten Buch zusammenhängt? Ob nach wie vor „die Familie als Keimzelle der Gesellschaft“, geradezu „als Quelle von Glück und Verhängnis“ zu begreifen ist, wie der TA die Jurybegründung anführt? Ja, ob das „radikale Konsequenz“ ist, wie die TA-Schlagzeile noch einmal die Jurybegründung zitiert?

    Ich würde einmal die ketzerische Behauptung wagen, Meschen seien die Keimzelle der Gesellschaft. Unter anderem kommt dann auch noch die Familie vor. Aber was ist die Familie schon? Hat das etwas mit Blut zu tun? Gar mit Boden?

    Das wäre dann nicht nur äusserst bürgerlich gedacht, sondern geradezu bäuerlich. Auf weitere politische Vorstösse – oder eben „Interventionen“ – dürfen wir auf jeden Fall gespannt sein. Oder: Die Jurybegründung ist schlicht und einfach kompletter Blödsinn (Das wäre dann auch nicht überraschend).

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